Technologie

„Das Material ist die Maschine“ – der Formgedächtniseffekt

Unter Formgedächtnislegierungen (FGL) versteht man metallische Legierungen, welche sich im kalten Zustand leicht verformen lassen und durch Erhitzen wieder selbstständig ihren „Formgedächtnis“-Zustand erlangen. Das Material erzeugt hierbei direkt hohe Kräfte und legt den Weg in eine zuvor definierte Form zurück. Diesen Effekt bezeichnet man Formgedächtniseffekt.

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Auf Basis des Formgedächtniseffekts lassen sich thermisch aktivierbare Aktoren mit unübertroffener Leistungsdichte fertigen. Formgedächtnislegierungen sind in Form von Drähten, Blechen, Folien und Röhren kommerziell erhältlich. Die Verwendung von Folien bietet jedoch den Vorteil, dass durch Geometrieanpassung die Kräfte und Stellwege leicht eingestellt werden können, ohne jedoch wesentliche Kompromisse bei der Schaltzeit eingehen zu müssen.

Bei der Herstellung von Miniatur-Aktoren basierend auf FGL-Folien konnte memetis in Zusammenarbeit mit dem Karlsruhe Institut für Technologie (KIT) eine einzigartige Expertise aufbauen und weltweit eine Vorreiterrolle einnehmen. Bis heute existieren nur wenige Institutionen, die über die Materialherstellung hinausgehende Forschung betreiben und Kompetenzen in Simulation, Strukturierung, Aufbau und Charakterisierung besitzen.

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